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| ÖA vom 20.04.2012 "Die FDP lässt sich keinen Frust anmerken"
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Geburtstagsfest Landesverband wurde 65 Jahre alt – Brüderle mit Optimismus – Stattliche Torte trotz magerer Umfragewerte
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Schwarzwälder-Kirsch-Fan Rainer Brüderle (2. von links) schmeckte die FDP-Torte. Mit ihm probierten Ex-MdL Nicole Morsblech, EU-Abgeordneter Jürgen Creutzmann und Landeschef Volker Wissing (von links). Foto: Josef Nürnberg
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Von unserem Redakteur Dietmar Brück
Rheinland-Pfalz. Es sind die Menschen und ihre Überzeugungen, die eine Partei ausmachen. Auch die liberale, die jetzt in Bad Kreuznach ihr 65-jähriges Bestehen feierte. Ein besonderes Beispiel für Treue und Standhaftigkeit ist Inge Buchmeier. Die rüstige 83-Jährige ist nicht nur mit Leib und Seele FDP-Mitglied. Sie gehört den Liberalen zudem bereits so lange an, wie der Landesverband existiert. Das machte die Dame aus Budenheim bei Mainz zu einem besonderen Gast in jenem Kreuznacher Café Wahl, in dem am 19. April 1947 die Gründungsversammlung über die Bühne ging. Und in dem die Liberalen 65 Jahre später ein Jubiläum unter besonderen Vorzeichen begingen.
Wäre der Umfang der FDP-Jubiläumstorte den Umfragen angepasst worden, hätte es allenfalls ein Törtchen gegeben – vielleicht gar nur ein Pralinee. Denn nach den jüngsten Erhebungen dümpeln die rheinland-pfälzischen Liberalen bei 2 Prozent. Und mit den Abschiedsgesängen, die auf Bundesebene angestimmt werden, könnte man bereits ganze Gesangbücher füllen. Doch die rheinland-pfälzischen Liberalen wissen natürlich um diese Stimmung und all die unangenehmen Fragen, die damit verbunden sind. Deshalb gaben sie sich betont unbeschwert. Und auch die Dimensionen der Geburtstagstorte ließen keinerlei Appetitlosigkeit erkennen.
Bonmots und Gaumenschmaus
FDP-Ehrenvorsitzender Rainer Brüderle und Landesvorsitzender Volker Wissing schnitten ein Stück nach dem anderen aus der gelb-blauen Marzipan-Kirschtorte. Die Gäste ließen sich den Gaumenschmaus auf der Zunge zergehen und so manches Bonmot des derzeitigen FDP-Fraktionschefs im Bundestag. Ob sich FDP-Bundeschef Philipp Rösler an der Spitze halten kann, wenn die Wahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verloren gehen? Brüderle hintersinnig: „Wie heißt es so schön: Man stützt den Vorsitzenden, oder man stürzt ihn. Und wir stützen ihn.“ An dieser Stelle konnte sich auch Volker Wissing ein Grinsen nicht verkneifen. Es gibt nicht wenige in der FDP, die in dem erfahrenen und mit allen Wassern gewaschenen Brüderle den besseren Parteivorsitzenden sehen.
Wenn sich der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Sorgen um seine Partei macht, verstand er dies gut zu verbergen. „Wer kein Optimist ist, ist kein Liberaler“, meinte er im Lichte der Kronleuchter im Café Wahl. „Wir sind gut drauf – in Berlin, in Mainz und in Bad Kreuznach“, schob er mit einem typisch vieldeutigen Brüderle-Lächeln nach, in dem immer ein wenig Ironie mitschwingt.
Kampfeslust blitzte nur gelegentlich auf. Etwa wenn er mit Blick auf die rot-grüne Straßenbaupolitik in Rheinland-Pfalz spottete: „Wenn es so weitergeht, wird die Schnecke zum rheinland-pfälzischen Wappentier.“ Dieses Thema bringt auch Ex-Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) auf die Palme: „Die Infrastruktur leidet enorm. Und das Wirtschaftsministerium ist nur noch ein Energieministerium.“
Doch insgesamt kam das Geburtstagsfest eher leise daher. Landeschef Volker Wissing erinnerte an die liberalen Gründungsmythen: den Kampf um den demokratischen Rechtsstaat, den Aufbau einer Bürgergesellschaft, das Eintreten für individuelle Freiheitsrechte. Seiner Meinung nach wird gerade heute eine Partei gebraucht, „die den Liberalismus organisiert und leidenschaftlich für ihn kämpft“. Schließlich zitierte Wissing beim Empfang im Hotel Fürstenhof den großen Arzt, Humanisten und Pazifisten Albert Schweitzer: „Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheit.“
Sicherheit ist Mangelware
Auch wenn das eher gesellschaftspolitisch gemeint war, Sicherheit gibt es im Moment wenig für die FDP. Wissing weiß, wie schwierig es ist, die Partei nach dem Auszug aus dem Landtag zusammenzuhalten. Es fehlen Geld und Leute – und vielleicht auch Perspektiven. Deshalb reist der FDP-Landesvorsitzende unablässig herum, motiviert, bündelt, organisiert. Wissing will mit den Liberalen vor allem bei den Großthemen „Durchlässigkeit im Bildungssystem“ und „Chancengerechtigkeit in der Schule“ Akzente setzen. Zudem warnt er vor der „desaströsen Haushaltspolitik“ von Rot-Grün.
Mit CDU-Partei- und Fraktionschefin Julia Klöckner ist er regelmäßig in Kontakt. Im Verhältnis zur SPD indes herrscht weitgehend Funkstille. Die Genossen sind derzeit ziemlich mit sich selbst beschäftigt. Auch das ist Wissing eine kleine Attacke wert. Die SPD-interne „Nachfolgedebatte um Ministerpräsident Kurt Beck finde ich unwürdig“, meinte der Liberale. Er drängt auf eine rasche Lösung.
Für die 83-jährige Inge Buchmeier indes ist es längst an der Zeit, dass wieder eine liberale Stimme in den Landtag einzieht. Was sie an der FDP seit 65 Jahren schätzt? „Ich lasse mich nicht gern bevormunden“, sagte sie. „Ich kämpfe dafür, dass wir alle frei unsere Meinung sagen können.“
Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 20. April 2012, Seite 3 (0 Views)
Geburtstagsfest Landesverband wurde 65 Jahre alt – Brüderle mit Optimismus – Stattliche Torte trotz magerer Umfragewerte
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Schwarzwälder-Kirsch-Fan Rainer Brüderle (2. von links) schmeckte die FDP-Torte. Mit ihm probierten Ex-MdL Nicole Morsblech, EU-Abgeordneter Jürgen Creutzmann und Landeschef Volker Wissing (von links). Foto: Josef Nürnberg
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Von unserem Redakteur Dietmar Brück
Rheinland-Pfalz. Es sind die Menschen und ihre Überzeugungen, die eine Partei ausmachen. Auch die liberale, die jetzt in Bad Kreuznach ihr 65-jähriges Bestehen feierte. Ein besonderes Beispiel für Treue und Standhaftigkeit ist Inge Buchmeier. Die rüstige 83-Jährige ist nicht nur mit Leib und Seele FDP-Mitglied. Sie gehört den Liberalen zudem bereits so lange an, wie der Landesverband existiert. Das machte die Dame aus Budenheim bei Mainz zu einem besonderen Gast in jenem Kreuznacher Café Wahl, in dem am 19. April 1947 die Gründungsversammlung über die Bühne ging. Und in dem die Liberalen 65 Jahre später ein Jubiläum unter besonderen Vorzeichen begingen.
Wäre der Umfang der FDP-Jubiläumstorte den Umfragen angepasst worden, hätte es allenfalls ein Törtchen gegeben – vielleicht gar nur ein Pralinee. Denn nach den jüngsten Erhebungen dümpeln die rheinland-pfälzischen Liberalen bei 2 Prozent. Und mit den Abschiedsgesängen, die auf Bundesebene angestimmt werden, könnte man bereits ganze Gesangbücher füllen. Doch die rheinland-pfälzischen Liberalen wissen natürlich um diese Stimmung und all die unangenehmen Fragen, die damit verbunden sind. Deshalb gaben sie sich betont unbeschwert. Und auch die Dimensionen der Geburtstagstorte ließen keinerlei Appetitlosigkeit erkennen.
Bonmots und Gaumenschmaus
FDP-Ehrenvorsitzender Rainer Brüderle und Landesvorsitzender Volker Wissing schnitten ein Stück nach dem anderen aus der gelb-blauen Marzipan-Kirschtorte. Die Gäste ließen sich den Gaumenschmaus auf der Zunge zergehen und so manches Bonmot des derzeitigen FDP-Fraktionschefs im Bundestag. Ob sich FDP-Bundeschef Philipp Rösler an der Spitze halten kann, wenn die Wahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verloren gehen? Brüderle hintersinnig: „Wie heißt es so schön: Man stützt den Vorsitzenden, oder man stürzt ihn. Und wir stützen ihn.“ An dieser Stelle konnte sich auch Volker Wissing ein Grinsen nicht verkneifen. Es gibt nicht wenige in der FDP, die in dem erfahrenen und mit allen Wassern gewaschenen Brüderle den besseren Parteivorsitzenden sehen.
Wenn sich der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Sorgen um seine Partei macht, verstand er dies gut zu verbergen. „Wer kein Optimist ist, ist kein Liberaler“, meinte er im Lichte der Kronleuchter im Café Wahl. „Wir sind gut drauf – in Berlin, in Mainz und in Bad Kreuznach“, schob er mit einem typisch vieldeutigen Brüderle-Lächeln nach, in dem immer ein wenig Ironie mitschwingt.
Kampfeslust blitzte nur gelegentlich auf. Etwa wenn er mit Blick auf die rot-grüne Straßenbaupolitik in Rheinland-Pfalz spottete: „Wenn es so weitergeht, wird die Schnecke zum rheinland-pfälzischen Wappentier.“ Dieses Thema bringt auch Ex-Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) auf die Palme: „Die Infrastruktur leidet enorm. Und das Wirtschaftsministerium ist nur noch ein Energieministerium.“
Doch insgesamt kam das Geburtstagsfest eher leise daher. Landeschef Volker Wissing erinnerte an die liberalen Gründungsmythen: den Kampf um den demokratischen Rechtsstaat, den Aufbau einer Bürgergesellschaft, das Eintreten für individuelle Freiheitsrechte. Seiner Meinung nach wird gerade heute eine Partei gebraucht, „die den Liberalismus organisiert und leidenschaftlich für ihn kämpft“. Schließlich zitierte Wissing beim Empfang im Hotel Fürstenhof den großen Arzt, Humanisten und Pazifisten Albert Schweitzer: „Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheit.“
Sicherheit ist Mangelware
Auch wenn das eher gesellschaftspolitisch gemeint war, Sicherheit gibt es im Moment wenig für die FDP. Wissing weiß, wie schwierig es ist, die Partei nach dem Auszug aus dem Landtag zusammenzuhalten. Es fehlen Geld und Leute – und vielleicht auch Perspektiven. Deshalb reist der FDP-Landesvorsitzende unablässig herum, motiviert, bündelt, organisiert. Wissing will mit den Liberalen vor allem bei den Großthemen „Durchlässigkeit im Bildungssystem“ und „Chancengerechtigkeit in der Schule“ Akzente setzen. Zudem warnt er vor der „desaströsen Haushaltspolitik“ von Rot-Grün.
Mit CDU-Partei- und Fraktionschefin Julia Klöckner ist er regelmäßig in Kontakt. Im Verhältnis zur SPD indes herrscht weitgehend Funkstille. Die Genossen sind derzeit ziemlich mit sich selbst beschäftigt. Auch das ist Wissing eine kleine Attacke wert. Die SPD-interne „Nachfolgedebatte um Ministerpräsident Kurt Beck finde ich unwürdig“, meinte der Liberale. Er drängt auf eine rasche Lösung.
Für die 83-jährige Inge Buchmeier indes ist es längst an der Zeit, dass wieder eine liberale Stimme in den Landtag einzieht. Was sie an der FDP seit 65 Jahren schätzt? „Ich lasse mich nicht gern bevormunden“, sagte sie. „Ich kämpfe dafür, dass wir alle frei unsere Meinung sagen können.“
Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Freitag, 20. April 2012, Seite 3 (0 Views)
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| AZ v. 09.11.2011 Zahlen & Fakten
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Zahlen & Fakten
Die Stadt hat nicht nur eigene Schulden (90,533Mio.€ zum Jahresbeginn 2012 und zum Jahresende 99,533 Mio. €, Zunahme 9,0 Mio. € in 1 Jahr), sondern wird über ihre Beteiligungen auch durch die Schulden Dritter belastet, insbesondere der 100- prozentigen Stadt-Töchter Badgesellschaft mit 14,4Millionen Euro und Gesundheit und Tourismus GmbH mit 3,2Millionen Euro. Die Gewobau (städtischer Anteil: 84,16 Prozent) ist mit 28,9 Millionen Euro verschuldet, die BKEG (33 Prozent) mit 8,2 Millionen Euro.
Die Summe der Verbindlichkeiten von Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist, beläuft sich auf fast 76 Millionen Euro (Zahlen Ende 2010).
Mehr: siehe "Stadtrat" Schulden-Informationen
Zahlen & Fakten
Die Stadt hat nicht nur eigene Schulden (90,533Mio.€ zum Jahresbeginn 2012 und zum Jahresende 99,533 Mio. €, Zunahme 9,0 Mio. € in 1 Jahr), sondern wird über ihre Beteiligungen auch durch die Schulden Dritter belastet, insbesondere der 100- prozentigen Stadt-Töchter Badgesellschaft mit 14,4Millionen Euro und Gesundheit und Tourismus GmbH mit 3,2Millionen Euro. Die Gewobau (städtischer Anteil: 84,16 Prozent) ist mit 28,9 Millionen Euro verschuldet, die BKEG (33 Prozent) mit 8,2 Millionen Euro.
Die Summe der Verbindlichkeiten von Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist, beläuft sich auf fast 76 Millionen Euro (Zahlen Ende 2010).
Mehr: siehe "Stadtrat" Schulden-Informationen
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| Aktuelle Landesverschuldung: |
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| Aktuelle Landesverschuldung: |
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| AZ vom 17.04.2012 "Für Fusion auch Kröten schlucken"
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KOMMUNALREFORM Bad Kreuznacher FDP bei Städte-Zusammenschluss optimistisch / Angebote an das Land
Vom 17.04.2012 von Robert Neuber
bad kreuznach. Die "Braut" ist zwar nicht so "schön geschmückt", wie man sich das in Bad Kreuznach gewünscht hat, aber dennoch steht die FDP voll und ganz hinter dem Vorhaben einer Fusion mit Bad Münster. Nicht zuletzt deswegen, weil sich immerhin überwältigende Mehrheiten in Bürgerbefragungen dafür ausgesprochen haben, einen Zusammenschluss zu forcieren.
Die Kreuznacher Liberalen, das macht Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Eitel (im Bild) deutlich, seien auch bereit, die eine oder andere "Kröte zu schlucken", um das Ziel einer Fusion zu erreichen. Und zwar deswegen, weil man sich auf lange Sicht Vorteile durch die neue Kommune verspricht, insbesondere mit Blick auf die touristischen Möglichkeiten im Wellness-Sektor.
Gerungen wird derzeit zwischen Mainz und den Nahestädten vor allem an der Finanzierung dieser Fusion. Der ursprünglich versprochene Betrag von 30 Millionen Euro, mit dem die Kassenkredite Bad Münsters beglichen werden sollten, ist mittlerweile Makulatur.
30 Millionen Euro genügen längst nicht mehr
FDP-Stadtrat Hans Helmut Wilhelm (im Bild) rechnet vor, dass die Gesamtverschuldung der Stadt unter dem Rheingrafenstein in jenem Jahr, in dem auch fusioniert werden soll, also 2014, bei 40 Millionen Euro liegen werde. Ganz zu schweigen vom Investitionsstau, der aktuell auf knapp zehn Millionen Euro geschätzt wird, aber Wilhelm zu Folge bei Berücksichtigung aller Maßnahmen wohl auf 15 Millionen Euro steigen wird.
Die FDP fordert daher das Land auf, es möge in 2014 die Gesamtschulden von 40 Millionen Euro übernehmen, sich dafür aber mit der Tilgung mehr Zeit zu lassen. Denn Mainz hatte zugesagt, die Schulden binnen fünf Jahren zu begleichen - das könne man ja strecken, meint Wilhelm, sodass auch der Landeshaushalt nicht zu stark belastet würde. Außerdem müsse sich das Land auch in den Folgejahren an den Investitionskosten für die neu strukturierte Bäderlandschaft in Bad Kreuznach und Bad Münster beteiligen.
Die "Kröte", die man seitens der Liberalen zu schlucken bereit wäre, ist die Schließung des Münsterer Hallenbads sowie die Übertragung des Freibads Bad Münster in eine private Stiftung, die das Freibad mit Unterstützung der Münsterer Kuna-Stiftung weiter betreibt. Münsterer Kurgäste würden die Möglichkeit erhalten, das Kreuznacher Thermalbad zu besuchen, wobei ihnen die Fahrtkosten erstattet oder erlassen würden. Das Gradierwerk Ost soll erhalten werden, aber zunächst ohne technische Funktion - das könne man später angehen.
Bäder aus dem Haushalt nehmen
Für die Stadt Bad Kreuznach und ihren maroden Haushalt hätte das den Charme, dass man das Defizit des Münsterer Finanzhaushalts nicht mehr tragen müsste, weil Hallenbad und Freibad nicht mehr darin enthalten wären - und sich daher statt eines Minus von fast 150 000 Euro pro Jahr ein Plus in gleicher Höhe einstellen würde. Außerdem müsste auch der Investitionsstau dieser beiden Bäder nicht mehr getragen werden - im Freibad sind das allein 1,6 Millionen Euro, das Gradierwerk ohne Funktion käme eine Million Euro günstiger. Zuerst müsse aber geklärt werden, wie man den Investitionsstau beim Kurmittelhaus finanzieren könne. Rund 6,3 Millionen Euro wären hier vonnöten. Und zwar dringend, weil das Dach erneuert und auch geprüft werden muss, inwieweit das hölzerne Fachwerk durch Schwammbefall bereits geschädigt ist. Beim Personal der Stadt Bad Münster geht die FDP davon aus, dass man es zunächst übernehmen müsse, aber durch natürliche Fluktuation eine Verringerung erreicht werden kann. Zudem regen die Liberalen an, mit der Kreisverwaltung einen Pool zu bilden, der aus dem zu übernehmenden Personal der VG-Verwaltung Bad Münster besteht und aus dem sowohl Stadt- als auch Kreisverwaltung ihren jeweiligen Bedarf decken könnten.
KOMMUNALREFORM Bad Kreuznacher FDP bei Städte-Zusammenschluss optimistisch / Angebote an das Land
Vom 17.04.2012 von Robert Neuber
bad kreuznach. Die "Braut" ist zwar nicht so "schön geschmückt", wie man sich das in Bad Kreuznach gewünscht hat, aber dennoch steht die FDP voll und ganz hinter dem Vorhaben einer Fusion mit Bad Münster. Nicht zuletzt deswegen, weil sich immerhin überwältigende Mehrheiten in Bürgerbefragungen dafür ausgesprochen haben, einen Zusammenschluss zu forcieren.
Die Kreuznacher Liberalen, das macht Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Eitel (im Bild) deutlich, seien auch bereit, die eine oder andere "Kröte zu schlucken", um das Ziel einer Fusion zu erreichen. Und zwar deswegen, weil man sich auf lange Sicht Vorteile durch die neue Kommune verspricht, insbesondere mit Blick auf die touristischen Möglichkeiten im Wellness-Sektor.
Gerungen wird derzeit zwischen Mainz und den Nahestädten vor allem an der Finanzierung dieser Fusion. Der ursprünglich versprochene Betrag von 30 Millionen Euro, mit dem die Kassenkredite Bad Münsters beglichen werden sollten, ist mittlerweile Makulatur.
30 Millionen Euro genügen längst nicht mehr
FDP-Stadtrat Hans Helmut Wilhelm (im Bild) rechnet vor, dass die Gesamtverschuldung der Stadt unter dem Rheingrafenstein in jenem Jahr, in dem auch fusioniert werden soll, also 2014, bei 40 Millionen Euro liegen werde. Ganz zu schweigen vom Investitionsstau, der aktuell auf knapp zehn Millionen Euro geschätzt wird, aber Wilhelm zu Folge bei Berücksichtigung aller Maßnahmen wohl auf 15 Millionen Euro steigen wird.
Die FDP fordert daher das Land auf, es möge in 2014 die Gesamtschulden von 40 Millionen Euro übernehmen, sich dafür aber mit der Tilgung mehr Zeit zu lassen. Denn Mainz hatte zugesagt, die Schulden binnen fünf Jahren zu begleichen - das könne man ja strecken, meint Wilhelm, sodass auch der Landeshaushalt nicht zu stark belastet würde. Außerdem müsse sich das Land auch in den Folgejahren an den Investitionskosten für die neu strukturierte Bäderlandschaft in Bad Kreuznach und Bad Münster beteiligen.
Die "Kröte", die man seitens der Liberalen zu schlucken bereit wäre, ist die Schließung des Münsterer Hallenbads sowie die Übertragung des Freibads Bad Münster in eine private Stiftung, die das Freibad mit Unterstützung der Münsterer Kuna-Stiftung weiter betreibt. Münsterer Kurgäste würden die Möglichkeit erhalten, das Kreuznacher Thermalbad zu besuchen, wobei ihnen die Fahrtkosten erstattet oder erlassen würden. Das Gradierwerk Ost soll erhalten werden, aber zunächst ohne technische Funktion - das könne man später angehen.
Bäder aus dem Haushalt nehmen
Für die Stadt Bad Kreuznach und ihren maroden Haushalt hätte das den Charme, dass man das Defizit des Münsterer Finanzhaushalts nicht mehr tragen müsste, weil Hallenbad und Freibad nicht mehr darin enthalten wären - und sich daher statt eines Minus von fast 150 000 Euro pro Jahr ein Plus in gleicher Höhe einstellen würde. Außerdem müsste auch der Investitionsstau dieser beiden Bäder nicht mehr getragen werden - im Freibad sind das allein 1,6 Millionen Euro, das Gradierwerk ohne Funktion käme eine Million Euro günstiger. Zuerst müsse aber geklärt werden, wie man den Investitionsstau beim Kurmittelhaus finanzieren könne. Rund 6,3 Millionen Euro wären hier vonnöten. Und zwar dringend, weil das Dach erneuert und auch geprüft werden muss, inwieweit das hölzerne Fachwerk durch Schwammbefall bereits geschädigt ist. Beim Personal der Stadt Bad Münster geht die FDP davon aus, dass man es zunächst übernehmen müsse, aber durch natürliche Fluktuation eine Verringerung erreicht werden kann. Zudem regen die Liberalen an, mit der Kreisverwaltung einen Pool zu bilden, der aus dem zu übernehmenden Personal der VG-Verwaltung Bad Münster besteht und aus dem sowohl Stadt- als auch Kreisverwaltung ihren jeweiligen Bedarf decken könnten.
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| Unsere politischen Leitlinien
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Die FDP in Bad Kreuznach setzt sich seit vielen Jahren für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ein.
Auf der Grundlage unserer liberalen Grundsätze verfolgen wir folgende Ziele:
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Mehr Freiheit und Eigenverantwortung für den einzelnen Bürger
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Förderung der lokalen Wirtschaft für mehr Arbeitsplätze in unserer Region
-
Eine schlanke, effiziente und transparente bürgernahe Verwaltung
-
Verringerung der Schuldenlast unserer Kommune aus
der Verantwortung für unsere Kinder
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Die FDP in Bad Kreuznach setzt sich seit vielen Jahren für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ein.
Auf der Grundlage unserer liberalen Grundsätze verfolgen wir folgende Ziele:
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Mehr Freiheit und Eigenverantwortung für den einzelnen Bürger
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Förderung der lokalen Wirtschaft für mehr Arbeitsplätze in unserer Region
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Eine schlanke, effiziente und transparente bürgernahe Verwaltung
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Verringerung der Schuldenlast unserer Kommune aus
der Verantwortung für unsere Kinder
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